Hessisches Ministerium der Finanzen

Starkes Zeichen für die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen gesetzt

Hessens Kommunen werden zwei Jahre durch Personal der Hessischen Finanzverwaltung unterstützt. KommUnity heißt das Programm, mit dem Beschäftigte etwa aus der Bau- und Steuerverwaltung helfen können. Über 250 Stellengesuche der Kommunen gibt es bereits. Ab sofort können die Beschäftigten ihr Interesse für konkrete Stellen anmelden.

Zitate Finanzminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz:

„Viele Rückmeldungen aus den Kommunen und unserer Beschäftigten zeigen, dass KommUnity auf reges Interesse stößt und positiv aufgenommen wird. Über 250 Angebote der Kommunen haben uns bereits erreicht und werden derzeit geprüft. Die Zahl zeigt bereits das große Interesse und den Bedarf der Kommunen.“

„Die Kommunen sollen durch KommUnity zeitnah qualifiziertes Personal erhalten, das sie auf Grund des Fachkräftemangels dringend suchen. Dank unseres KommUnity-Rabatts zahlen sie dabei nur 70 Prozent der Personalkosten. Neben der personellen Unterstützung bringt dies auch eine nennenswerte finanzielle Entlastung. Für unsere Beschäftigten bietet KommUnity neue berufliche Erfahrungen und manchmal vielleicht auch eine heimatnähere Arbeitsstätte.“

„Diese Form der Unterstützung ist ein gezielter Innovationsschritt. Sie folgt keinem bundesweit etablierten Schema, sondern dem Prinzip dort zu helfen, wo Handlungsfähigkeit entsteht. Vor Ort, im Alltag, für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes.“

„Mit KommUnity möchten wir ein starkes Zeichen für die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen setzen. Gemeinsam sind wir stark! Dafür steht KommUnity und damit das personelle Unterstützungsangebot der Hessischen Finanzverwaltung.“

Fragen und Antworten

KommUnity ist ein Programm der Hessischen Finanzverwaltung, das es den hessischen Kommunen ermöglicht, für zwei Jahre Personal aus dem Geschäftsbereich des Hessischen Finanzministeriums einzusetzen. Das Angebot richtet sich an alle hessischen Kommunen. Es ist Teil des Zukunftspakts zwischen Land und Kommunen.

Die Kommunen erhalten qualifiziertes Personal und zahlen dank des KommUnity-Rabatts nur 70 Prozent der Personalkosten. Neben der personellen Unterstützung bringt dies eine nennenswerte finanzielle Entlastung.

Das Personal stammt aus dem Geschäftsbereich des Finanzministers, also zum Beispiel der Steuer-, der Bau- und der Immobilienverwaltung. Es umfasst eine Vielzahl von Berufsbildern aus allen Laufbahngruppen. Zu den einzelnen Berufsgruppen gehören etwa Finanzwirte, Volljuristen, Betriebswirte, Verwaltungsfachwirte, Bauingenieure, Architekten und Personalsachbearbeiter – und somit grundsätzlich ein breites Tableau an Qualifikationen beziehungsweise Spezialisierungen für vielfältige Einsatzbereiche in den Kommunen. Die Teilnahme ist für die Beschäftigten der Finanzverwaltung freiwillig.

... an die Kommunen abzugeben?

Das Angebot wird durch die vorrausschauende Personalpolitik der Hessischen Finanzverwaltung möglich: Dank einer demografieorientierten Personalentwicklung in den vergangenen Jahren kann eine vorübergehende personelle Unterstützung der Kommunen, befristet auf zwei Jahre, innerhalb der Finanzverwaltung ausgeglichen und gleichzeitig der eigene Dienstbetrieb uneingeschränkt aufrechterhalten werden. Die Steuerverwaltung ist zudem eine der digitalsten Verwaltungen bundesweit. Die Digitalisierung ermöglicht auch, Beschäftigte für andere Aufgaben einsetzen zu können.

Seit Mitte November vergangenen Jahres werden die Bedarfe der Kommunen standardisiert abgefragt. Die an einer Teilnahme interessierten Kommunen können dem Finanzministerium ihre Stellenbedarfe per E-Mail mitteilen. Hierfür wurde allen Gemeinden, Städten und Landkreisen ein Formular zur Abfrage übermittelt. Noch bis Ende Februar haben sie Zeit, ihre Angebote einzureichen. Seit Mitte Januar können die Beschäftigten der Finanzverwaltung über eine verwaltungsinterne Plattform der Finanzverwaltung ihr Interesse für eine konkrete Stelle bei einer Kommune hinterlegen. In einem nächsten Schritt gehen die personalverwaltenden Stellen der Finanzverwaltung auf die interessierten Kommunen zu und stimmen die Personalvorschläge direkt mit diesen ab. Im Idealfall kann der Dienstantritt in der Kommune zeitnah erfolgen.

Ministerpräsident Boris Rhein hat den Kommunen im Sommer 2025 einen Zukunftspakt für starke Kommunen vorgeschlagen. Er soll die kommunale Selbstverwaltung stärken. Dazu gehört, die Umsetzung des Investitionsprogramms des Bundes für die Kommunen zu regeln. Die Ergebnisse dazu wurden bereits vorgestellt. Ziel des Zukunftspakts ist es, die Kommunen durch weniger Bürokratie und Standards dauerhaft zu entlasten und ihre Selbstverwaltung zu stärken.

KommUnity ist Teil des Zukunftspakts und dort bereits mit den Kommunalen Spitzenverbänden besprochen.